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Fokussiert wird das Problem des literarischen Differenzkriteriums, mithin die Frage, wie ein literarischer Text im Unterschied zu Texten nicht-literarischer Provenienz zu bestimmen und –als Konsequenz daraus– zu interpretieren ist. – Wie der Titel der Abhandlung bedeutet, ist der Ausgangs- und Bezugspunkt hierfür der Eigenname. – Nach einer Erörterung von dessen bekannt "delikatem" sprachtheoretischen Status (Jhwe) erfolgt im Zuge einer Gegenüberstellung von linguistisch und sprachphilosophisch-semiotischen Defintionen des Eigennamens (u. a. Mill, Frege, Russell, Searle, Kripke, Putnam, Eco) ein Aufriss von in der Forschung gebotenen literarisch-onomastischen Funktionsbestimmungen. – Diese werden unter Einbeziehung von Textbeispielen verschiedenster Typen und Epochen einer kritischen Bewährung unterzogen. Im einzelnen geht es zunächst um diverse Spielarten des sogen. redenden Namens, in einem zweiten Schritt um Konzepte im Umfeld der Fiktionalität. – Als Konsequenz und Lösung wird (mit Bezug auf u. a. S. J. Schmidt, Lotman, Adorno, Goodman) eine Literarizitätsbestimung auf der Basis von Polyfunktionalität angestrebt, nach der im literarischen Text dem Eigennamen nicht nur die ihm zugehörige originäre individualisierende, sondern darüber hinaus unter fiktional-metaphorischem Vorzeichen zugleich auch eine generalisierende Funktion zuzuschreiben ist.– Mit dem Blick auf das in diesem Rahmen involvierte Interpretationskonzept wird eine Geltung von "kleinster Größe" propagiert, womit von subjektivistischen Positionen in der Nachfolge E. Staigers ebenso Abstand genommen wird wie von empirisch-szientistischen Auffassungen, die im Zusammenhang eines Radikalen Konstruktivismus die Interpretation aus der Literaturwissenschaft zu eliminieren vorgeschlagen haben (vgl. Hauptmeier, S. J. Schmidt).
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Edition | Availability |
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Book Details
First Sentence
"First sentence: "Philol[ogie] und Philosoph[ie] sind Eins./ Jeder Anfang ist ein Actus d[er] Freyheit – eine Wahl – Construction eines abs[oluten] Anfangs." (p. 17) Last sentence: "Meine Damen und Herren, ich bin am Ende – ich bin wieder am Anfang." (p. 341 f.)"
Table of Contents
Edition Notes
Includes notes (p. 343-390) and bibliographical references (p. 391-412) and index (p. 413-421).
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Edition Identifiers
Work Identifiers
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